Heizkosten sparen - aber wie? - Teil1 - Heizanlage

Heizkosten sparen

Nach der Heizsaison ist vor der Heizsaison

und eine gute Zeit, um Arbeiten an der Heizanlage auszuführen.
Mit der Nebenkostenabrechnung erfahren Sie, wie hoch Ihre Heizkosten waren. Will man seine Nebenkosten reduzieren,  bewirken man dies am wirksamsten durch Eingriffe in die großen Positionen. Welche Möglichkeiten sich für die Position "Heizkosten" ergeben, was sie kosten und welche Wirkung sie entfalten können, erfahren sie im ersten Teil unses BLOGs zu diesem Thema:

Das Thema "Heizkosten" ist ein weites Feld. Wir unterteilen es in drei Kategorien:

- Heizanlage, (Teil 1)

- persönliche Gewohnheiten und (Teil 2)

- äußere Rahmenbedingungen. (Teil 3)

Jede Kategorie kann verändert werden und zur Optimierung der Energienutzung beitragen.

Heizanlage

Schema einer Heizanlage

Die Heizanlage besteht im Wesentlichen aus folgenden Bauteilen:
- Wärmeerzeuger (Heizkessel)

- Wärmetransport (Heizungsrohre)

- Wärmebeförderung (Heizungspumpe)

- Wärmeabgabe (Heizkörper - jeglicher Art)

Jedes Bauteil bietet einen Ansatzpunkt zur Optimierung.

Das Gesamtsystem ist dabei immer nur so gut wie sein schwächstes Glied.

Ermitteln Sie daher in ihrem System die Schwachstellen und optimieren Sie diese.

Das Thermostat dient dazu, Ihnen die Arbeit der Heizungsregelung abzunehmen!

Durch die "richtige" Einstellung halten Sie die Kostenbremse in der Hand.

Kommt Ihnen dieses bekannt vor?
In einem Raum wird eine zu niedrige Temperatur empfunden - das Thermostat wird weit aufgedreht - bald wird eine zu hohe Temperatur empfunden - das Thermostat wird fast zugedreht und ggf.  noch ein Fenster gekippt, da die Luft zu trocken ist...


Wir thematisieren/kritisieren hier nicht das Heizverhalten, sondern stellen ein Extrem, für die falsche Bedienung eines Thermstates, dar.
Gem. der Grafik ist der Skalierung auf dem Thermostat ein bestimmter Temperaturbereich zugeordnet. Der Temperaturbereich ist allerdings eine Zirka-Angabe, da die tatsächlich erreichte Raum-Temperatur von weiteren Rahmenbedingungen abhängt.

Unser Tipp: Drehen sie das Thermostat auf den gewünschten Temperaturbereich und behalten sie diese Einstellung über die gesamte Heizperiode bei. Feine Nachjustierungen können selbstverständlich vorgenommen werden. Wenn mehrere Heizkörper für einen Raum im Einsatz, sind sollten diese gleichmäßig beansprucht werden, durch Reduzierungen am "heißen" Heizkörper und Steigerung am "kalten" Heizkörper, läßt sich eine ausgewogene Wärmeabgabe einstellen.

Anmerkung: Für die Absenkung der Temperatur in der Nacht und / oder bei Abwesenheit ist nicht das manuelle Thermostat zuständig, sondern die Steuerung des Wärmeerzeugers. Elektronische Thermostate sind bei einer Heizungsanlage, die im Dauerbetrieb laufen muss, besser geeignet eine Nachtabsenkung zu gewährleisten.

Wirkung: Einsparpotenzial: je nach Ausgangslage / Kosten der Umsetzung: keine

Wie effizient kann ihr Heizkörper arbeiten?

Die Wärmeabgabe über den Heizkörper erfordert immer eine möglichst ungehinderte Luftzirkulation.

Die schematische Darstellung in der Grafik ist auf alle Bauformen von Heizkörpern übertragbar, vom allgemein bekannten Radiator über die Fußbodenheizung bis zur Wandheizung.

Sorgen Sie dafür, dass in der Heizperiode der Heizkörper von möglichst allen Punkten im Raum gesehen werden kann. Denn je sichtbarer, umso freier und effizienter kann der Heizkörper seine Arbeit verrichten.

Unser Tipp: Verhindern Sie einen Wärmestau am Heizkörper! Luftblasen im Heizsystem sorgen auch für einen Wärmestau, daher generell vor der Heizperiode alle Heizkörper entlüften.

Anmerkung: Eine wirksame Entlüftung funktioniert nur, wenn im Rohrsystem Überdruck besteht.

Wirkung: Einsparpotenzial: ja nach Ausgangslage / Kosten der Umsetzung: keine

Ohne hydraulischen Abgleich keine gleichmäßige Wärmeverteilung

Der hydraulische Abgleich ist seit Jahren bekannt und bedauerlicherweise unterschätzt.

Ohne hydraulischen Abgleich stellt sich die Wärmeverteilung auf die Heizkörper, bei gleicher Thermostateinstellung, wie in der Grafik abgebildet dar.

Angenommen jeder abgebildete Raum stellt ein Zimmer einer Wohnung dar und die gewünschte Temperatur wäre 25 C, dann bekämen nur die Bewohner der Wohnung unten links ihre Wohlfühltemperatur...

Da die übrigen Bewohner nicht unterhalb ihrer Wohlfühltemperatur leben wollen, müssen sie ihre Thermostate weiter aufdrehen. In der Folge wird zwar die Wohlfühltemperatur erreicht, aber auf Kosten eines höheren Heiz-Wasserdurchsatzes. Mit negativen Auswirkungen für die Auslastung des Wärmerzeugers und des Wärmetransportsystems. Eine gut eingestellte Heizanlage rauscht und gluckert nicht!

In einem Einfamilienhaus kann ein hydraulischer Abgleich selbst durchgeführt werden.

In einem Mehrfamilienhaus empfiehlt sich die Beauftragung eines Fachbetriebes.

Unser Tipp: Lassen Sie einen hydraulischen Abgleich an ihrer Heizanlage durchführen. Diese Maßnahme hat, neben dem hohen Einsparpotenzial, eine positive Wirkung auf eine gerechtere Heizkostenverteilung unter den Bewohnern. In der Regel kann, nach einem hydraulischen Abgleich, der Energieverbrauch des Gesamtsystems reduziert werden. Bei gleichzeitiger Komfortsteigerung.

Wirkung: Einsparpotenzial mittel / Kosten der Umsetzung: Rentabel innerhalb kurzer Zeit

Die Heizungspumpe hat durch ihren Stromverbrauch einen mittelbaren Einfluss auf die Heizkosten.

Wie in der Grafik dargestellt, kann das Einsparpotenzial extrem sein. Negativ auf die Heizkosten wirkt sich, bei einer veralteten und ungeregelten Heizungspumpe, nicht nur der Stromverbrauch aus. Auch kann das laufend in den Wärmeerzeuger zurückgepumpte, abgekühlte Heizungswasser zu einem ständigen Anspringen der Heizanlage führen. Dies geschieht auch, wenn kein Wärmebedarf besteht. Nicht nur unnötiger Energieverbrauch, sondern auch erhöhter Verschleiß und Wartungskosten sind die Folgen.

Unser Tipp: Überprüfen Sie ihrer Wärmepumpe. Lässt sich eine moderne Hocheffizienzpumpe mit ihrem Wärmeerzeuger kombinieren?!

Wirkung: Einsparpotenzial: Mittel / Kosten der Umsetzung: Rentabel innerhalb kurzer Zeit

Rohrisolation

Rohrisolation ist für Bauherren heutzutage verpflichtend. War aber auch in der Vergangenheit nicht unbekannt.

Eine Isolierung hält nicht ewig. Schwachstellen sollten umgehend ausgebessert werden.

Bedauerlicherweise wurde aus Gründen der "Sparsamkeit" in manchen Bauten auf eine Isolierung verzichtet. Zum Teil ganz, zum Teil stellenweise. Kritisch wird es, wenn Rohre innerhalb des Mauerwerkes unisoliert verlegt sind.

Ist das bei Ihnen so? Herzlichen Glückwunsch! Sie sind stolzer Besitzer einer Wand-, Decken- oder Fußbodenheizung; ohne es zu wollen.

Der Wärmeverlust im Mauerwerk ist groß und hat nicht nur energetische Nachteile. Vorzeitige Korrosion der Rohre sowie Durchfluss- und Dehnungsgeräusche führen zu Beeinträchtigungen. Lassen Sie einen solchen Mangel möglichst umgehend beheben!
Unser Tipp: Überprüfen Sie die Isolierung der Heizungsrohre auf dem gesamten Weg vom Wärmeerzeuger bis zur Wärmeabgabe. Stellen Sie Mängel selbst oder durch einen Fachbetrieb ab.

Wirkung: Einsparpotenzial: Mittel / Kosten der Umsetzung: Rentabel innerhalb kurzer Zeit

(Bei freiliegenden Rohren im Mauerwerk ist der Aufwand erheblich, es sollte eine Sanierungsmaßnahme geplant werden, die ggf. auch andere Bereiche beinhaltet. Eine solche Sanierungsmaßnahme kann ggf. in den Genuss eines KfW-Förderkredites kommen.)

Rohrisolation

Die Frage nach dem Wärmeerzeuger kann hier leider nicht thematisiert werden.

Zu unterscheiden wäre danach, ob der Wärmeerzeuger für Warmwasser und Heizung eingesetzt wird oder nur für einen Teilbereich. Oder ob die Rahmenbedingungen einen zentralen oder dezentralen Wärmeerzeuger nötig machen. Neben diesen internen Möglichkeiten wäre auch eine externe Wärmeerzeugung denkbar, wie Fernwärme oder  ein Blockheizkraftwerk. Nicht zu vergessen ist die Wahl des Energieträgers. Von den Standartvarianten Öl und Gas, stehen auch noch Sonnenenergie und Erdwärme zur Auswahl. Die Eisheizung, als ganzjährige Klimatisierungsvariante, soll auch noch genannt werden.

 

Unser Tipp: Lassen Sie sich von Ihrem Schornsteinfegermeister des Vertrauens über den Stand ihres bestehenden Wärmeerzeugers beraten. Anschließend steht Ihnen die Wahl unter den Fachbetrieben offen.

Wirkung: Einsparpotenzial: ggf. hoch / Kosten der Umsetzung: Rentabel innerhalb der Nutzungsdauer

FAZIT:


Variante 1: Ihr Wärmeerzeuger soll weiterhin genutzt werden

Die erst genannten Maßnahmen führen in ihrer Summe zu einer deutlichen Reduzierung der Heizkosten. Ihre Umsetzung erhöht die Lebenserwartung ihres Wärmeerzeugers.

 

Variante 2: Ihr Wärmeerzeuger soll ersetzt werden

Bei Einbau eines neuen Wärmeerzeugers sollten unbedingt alle oben genannten Maßnahmen ausgeschöpft werden. Die Möglichkeit, dadurch einen geringer dimensionierten Wärmeerzeuger installieren zu können, ist wahrscheinlich. Die eingesparten Anschaffungskosten tragen zur schnellen Amortisation des Maßnahmenpaketes bei.

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Aktualisiert am 11. Januar 2017

 

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